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LOCMASTA | Update #5 - Gramatneusiedl setzt neue Standards2021-10-20 | LTE News, Ressourcen

In Gramatneusiedl, ca. 20 Kilometer südöstlich von Wien, werden auf bis zu sechs Arbeitsständen moderne Multisystemlokomotiven gewartet, vorerst vom Typ Siemens Vectron und Taurus, langfristig auch vom Typ Bombardier Traxx. Nach nur 14 Monaten Bauzeit erblickt die LOCMASTA nun das Licht der Welt, wie die beiden Verantwortlichen von Seiten LTE der letzten Monate berichten. Die von Andreas Mandl vor vielen Jahren entwickelte Vision steht nun durch die enge Zusammenarbeit mit den Joint-Venture-Partnern ÖBB Technische Services und ELL European Locomotive Leasing kurz vor ihrer Realisierung.

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LOCMASTA | Update #5 - Gramatneusiedl setzt neue Standards

Dieser Tage fanden sich Thomas Kollnig, der kaufmännische Leiter des Projekts, und Matthias Haiböck, der Baukoordinator, zusammen, um mit dem Projektteam die letzten Monate Revue passieren zu lassen: „Seit dem Spatenstich vor knapp einem Jahr am 1. Oktober 2020 galt es, viele Herausforderungen zu meistern“, blicken die beiden zurück.

 

Die Hürden der Anfangstage haben die beiden nicht vergessen, auch nicht die speziellen Umstände, die ein ohnehin schwieriges Jahr mit sich gebracht hat: „Da wir auf einer Fläche von 3.600m2 Wald roden mussten, hat sich der Start der Bauphase bereits anfangs verzögert.“ Nach längerer Suche fand man in der Gemeinde Enzersdorf an der Fischa ein geeignetes Areal, wo die notwendige Rodung mit einer dreimal größeren Fläche als Ersatzaufforstung kompensiert wurde. „Als größerer Brocken stellte sich natürlich die Pandemie heraus, denn im Team waren wir angehalten, mit laufenden COVID-19 Tests, Quarantäne und Homeoffice umgehen zu lernen, aber schlimmer noch: mit Lieferschwierigkeiten und hohen Rohstoffpreisen.“ Trotzdem ist es gelungen, die Zeit- und vor allem die Kostenplanung einzuhalten, was unter diesen Umständen beachtlich und nur auf die gute Zusammenarbeit innerhalb des gesamten Teams zurückzuführen ist, wie die beiden betonen.

 

detail | Matthias Haiböck

 

„In diesem Zusammenhang möchten wir auch Stefan Zerzer erwähnen, dem die örtliche Bauaufsicht oblag. Er war uns auf allen Ebenen eine wertvolle Unterstützung, als es sich etwa um Angebots- und Leistungsprüfungen, aber auch um die rechtskonforme Errichtung der Werkstatt handelte. Ihm und seiner Akkuratesse in Sicherheitsangelegenheiten ist es auch zu verdanken, dass es zu keinen Unfällen während des Baus gekommen ist,“ erzählt Haiböck und ergänzt schmunzelnd: „Und ich darf sagen, ich kenne mittlerweile jedes Kabel auf dem Gelände."

 

entry | Matthias Haiböck

 

Entscheidend war aber auch die effiziente Abstimmung mit den Joint-Venture-Partnern. Die enge, unternehmensübergreifende Zusammenarbeit mit Armin Wohlfahrter als Verantwortlichem von Seiten ÖBB-TS und seinem Team war ein entscheidendes Erfolgskriterium für die professionelle Umsetzung des Projektes. Anfang September hat der zukünftige Werkstattleiter Josef Krispel, der vorher bei ÖBB TS in Jedlersdorf für die Instandhaltung der City Jets verantwortlich war, mit seinen ersten Mitarbeitern die Werkstatt bezogen.

 

overview | Matthias Haiböck

 

In der Tat beherbergt das LOCMASTA-Areal eine ganze Menge: Wie einleitend erwähnt, werden auf bis zu sechs Arbeitsständen leichte Instandhaltungstätigkeiten („Light Maintenance“) durchgeführt. „Anfangs bieten wir allen interessierten Marktteilnehmern unsere Services am Typ Siemens Vectron und Siemens Taurus an – langfristig wird das Leistungsspektrum aber auch auf Bombardier Traxx-Lokomotiven ausgeweitet“, erklärt Kollnig. Neben einem Außen- und Innenlager gibt es im Bürotrakt moderne Arbeitsplätze, flexibel einsetzbare Meeting- und Schulungsräume, sowie Sozialräume wie Küche, Garderobe und Duschen. Kollnig meint ergänzend: „Nicht zuletzt dank der Covid-Investitionsprämien für Digitalisierung und Nachhaltigkeit konnten wir in hochwertige Anlagen, Werkzeuge und Prüfmittel investieren, weshalb LOCMASTA den Anspruch hat, im Bereich der leichten Instandhaltung einen neuen Standard zu setzen und zur modernsten Lokwerkstatt auf den angrenzenden europäischen Güterverkehrskorridoren zu werden.

 

detail | Matthias Haiböck

 

Innovativ ist unter anderem auch das Auftragsmanagementsystem. Gemeinsam mit dem Softwarepartner BOOM wird ein System implementiert, welches die Automatisierung und Digitalisierung unterstützt. Oberste Priorität haben aber die Themen Sicherheit und Qualität. Daher wird die Betriebsgesellschaft ETL zum Start des Regelbetriebes nach ISO 9001, ISO 14001 und ISO 45001 zertifiziert sein. Der nächste große Meilenstein ist die Erlangung des ECM 4 Zertifikates – dieser einjährige Prozess im sogenannten „Newcomerverfahren“ beginnt im Jänner 2022. LOCMASTA wird an dieser in Zusammenarbeit mit renommierten Experten entwickelten Servicestätte einen spürbaren Mehrwert für seine Kunden liefern.

 

detail | Matthias Haiböck

 

Teamwork wurde von Anfang an großgeschrieben. So griff man auf das Knowhow aller Joint-Venture-Partner und deren Gesellschafter zurück. In der Projektphase, aber auch im zukünftigen operativen Betrieb, werden Dienstleistungen von LTE, ÖBB und GKB in Anspruch genommen, damit sich die Organisation der ETL auf die operativen Prozesse fokussieren kann. Die ELL wiederum liefert wertvolles technisches Knowhow, über das sie aufgrund der jahrelangen Erfahrung mit ihrer großen Lokomotivflotte verfügt.

 

Damit entstand in Gramatneusiedl, einem wichtigen Knotenpunkt europäischer Güterverkehrskorridore, dieses ambitionierten Joint Venture aus LTE, ÖBB Technische Services, und ELL. Dies ist ein weiterer Mosaikstein und Beitrag, um die Schiene als internationalen Transportweg zu stärken und das Erreichen der Klimaziele zu unterstützen.

 

In einem der nächsten Blogs werden wir über die neue Zentrale der LTE Holding berichten, welche zurzeit am Nebengrundstück in Gramatneusiedl errichtet wird.

 

Zur Information:


Die LTS Immobilien GmbH ist die Errichterin der Halle und der Anschlussbahninfrastruktur. Sie ist ein Joint Venture aus LTE Logistik- und Transport GmbH (51 %) und ÖBB Technischer Services (49 %).

 

Die ETL Lokservice GmbH tritt nach außen hin als „LOCMASTA“ auf und ist ein Joint Venture aus LTE Logistik- und Transport GmbH (40 %), ÖBB Technische Services (40 %) und ELL European Locomotive Leasing (20 %).

 

Alle Bilder von Matthias Haiböck


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